Au Revoir

Auf Wiedersehen

Kunst im Tuffsteinkeller  17. - 19. Juli 2020

Im Jahr 2010 hatte die Kulturwissenschaftlerin Jutta Kraak im schönen Dorf Honau am Fuß des Schlosses Lichtenstein, bekannt auch durch die Olgahöhle und das Hauffmuseum, die Idee Kunst zu präsentieren.

Aber die Kunst sollte nicht in ein dafür gedachtes Gebäude kommen, sondern in die Dorfmitte: Unter Tage, im Keller, in den Tuffsteinkellern.

Tuff ist ein stabiles, leichtes und schönes Naturmaterial, wärmedämmend. Mit diesem besonderen Gestein hat man Schlösser, Kirchen, Häuser und im Lauf des Abbaus auch Keller gebaut.

Frau Kraak konnte 9 Familien überzeugen, alle 2 Jahre ihre Keller leer zu räumen um 3 Tage lang die gegenwärtige Kultur zu zeigen. Die unterirdischen Räume sind zur flüchtigen Galerie geworden:

 

Galeries éphémères

 

2020 sind 10 Jahre vergangen, jetzt ist die 6. Auflage zu sehen - aber dieses Wunder hat nun ein Ende. Wir können ganz bewusst und stolz sagen:

 

                                                 AU REVOIR

                                             Auf Wiedersehen

 

     Au revoir ist das Motto und Thema der Kunst im Tuffsteinkeller 2020.

 

 Zuerst wollen wir das Wort: Revoir Wiedersehen betonen.

Dafür haben wir die Kellerbesitzer gefragt: Welche KünsterInnen aus dem Kunstzyklus der letzen 10 Jahre wollen Sie wiedersehen?

 Aus ihren Antworten haben wir 6 KünsterInnen ausgewählt:

 

Ruth Stützle-Kaiser, Angela Hildebrandt, Matthias von Hintzenstern, Susanne Immer, Volker Illi, Rosmarie Weinlich.

 

Wir werden sehen, wie sie sich entwickelt haben.

 

Dann ist das Verb: Voir sehen - infrage gekommen. 2 Teilnehmerinnen, die noch nicht in Honau ausgestellt haben, werden zu sehen sein. So bleiben wir in der Tradition der Kunst im Tuffsteinkeller, immer neue KünstlerInnen zu präsentieren.

 

Buket Aslantepe und Henriette Lempp.

 

In der Olgahöhle sind zwei Lichtkünstler, die wir wieder bewundern können:

Jan Ahnert und Andreas Martin.

 

Und... die Kultur ist auch oberirdisch zu sehen:

 

 

Au Revoir kann auch zukunftsorientiert verstanden werden. Im Rathaus wird die künstlerische Arbeit des Mädchen*treff e.V. aus Tübingen vorgestellt, mit der Hoffnung, dass wir in Zukunft diese talentierten Mädchen wieder-sehen können, die Entwicklung ihres Engagement.

 

 

In Kooperation mit dem Organisationskomitee zeigen wir:

 

 

Die Ausstellung „Stil(l)gelegt“ in der alten Schreinerei mit den Künstler*innen: Peter Häußler, Birgit Hartstein und Sabine Heid. Sie werden ihre neuen Arbeiten präsentieren.

 

 

Die Ausstellung „Alte und neue Heimat“ in der Galluskirche; Künstler*innen:

 

Khadija Al Ghanem, Gerhard Speckner, Billy Tröge, Mulugeta Tekle, Mohammad Al Helal.

 

Im Seniorenzentrum Martha Maria zeigen die Künstler*innen von Habila (ehemals Rappertshofen) die Werkreihe 1: „Säulen der Vielfalt“ und die Werkreihe 2:“(T)räume im Quadrat.

 

Außerdem gibt es dort für Menschen, die die Treppen nicht mehr gehen können, die Möglichkeit eines virtuellen Rundgangs durch die Keller.

 

 

Noch ein kleines Bonbon: das Hauffmuseum ist geöffnet; am Samstag gibt es dort eine Lesung von Petra Zwehrens, am Sonntag die Märchenerzählerin Sigrid Maute.

 

 

Au Revoir: Mit dem Ende der Abschlussperformance von Anke Zapf-Vaknin schließt der Zyklus „Kunst im Tuffsteinkeller“ am Sonntag, den 19. Juli 2020 um 19:00 Uhr.

 

 Die Kuratoren, Gabriele Eberspächer und Serge Le Goff, die Sie schon 2016 erlebt haben und die dieses Mal gemeinsam einen der Keller arrangieren, sind für die letzte KiT wieder gewählt worden, um ein unvergessliches      „Auf Wieder-sehen“ zu gestalten.

 

                                                                                         Au Revoir - bis bald.

 

G. Eberspächer - S. Le Goff   Keller 8

 

Bleiben nur Schattenwesen?

 

Auch sie sagen „Au revoir“, möglicherweise sogar „adieu“: Fischadler, Eisbären, Pinguine, Gorillas, Wale, Delfine, Tiger, Löwen, Geparden, Antilopen und viele andere stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Werden sie bald nur noch als schattenhafte Erinnerungen im Menschheitsgedächtnis überdauern? - Wissenschaftler sagen, dass zurzeit das größte Massenaussterben seit dem Zeitalter der Dinosaurier stattfindet. Auch die Kleinstlebewesen sind davon betroffen. Den bedrohten Kreaturen ist unsere gemeinschaftliche Installation gewidmet.

 

Technik: Zeichnungen mit lichtreaktiven Farben auf transparentem Acrylglas von Gabriele Eberspächer, Licht von Serge Le Goff.

 

Matthias von Hintzenstein,  Keller 3

Biographie

 

 

 

Matthias von Hintzenstern wurde 1953 in Eisenach geboren. Nach dem Abitur studierte er Violoncello an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Seit 1976 als Orchestermusiker tätig, zunächst im Staatlichen Sinfonieorchester Thüringen(Gotha) und seit 1980 im Philharmonischen Orchester des Theaters Altenburg-Gera.

 

1980-1983 folgte ein Zusatzstudium im Fach Viola da Gamba an der Leipziger Musikhochschule bei Prof. Siegfried Pank.

 

1980 Mitbegründer des „Ensembles für intuitive Musik“, Weimar (EFIM).

 

Gastspiele mit dem „Ensemble für intuitive Musik,Weimar“ in die Metropolen Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas ( in 33 Ländern).

 

2006 U.S.A.-Tournee. Konzerte und Workshops an der Harvard Universität Cambridge und in

 

New York. 2008 Festival „June in Buffalo“ und Workshops an der Universität Santiago de Chile.

 

Programme mit Dichtern und Schriftstellern, wie z.B. mit Ernst Jandl, Reiner Kunze, Friederike

 

Mayröcker, Ruth Weiss (U.S.A.) und Jan Wagner (Büchnerpreisträger 2017).

 

Die Dichter lesen ihre Texte, worauf Matthias von Hintzenstern spontan mit Violoncello und Obertongesanag „re-agiert“.

 

Ausstellungen seiner Bilder, Collagen und „ Raum – Klang –Installationen“ z.B. bei Höhlerbiennalen in Gera , Kunst im Tuffsteinkellern Honau, auf der Osterburg in Weida und im Wasserschloß Klaffenbach.

 

2007 Einweihung des von ihm konzipierten Denkmals „den Opfern politischer Gewaltherrschaft“ in Gera. Nach 42 Jahren im Orchester aktiver Ruhestand.

 

Heute Realisation verschiedenenr synästhetischer Projekte zwischen den Künsten.

 

Raum-Klang-und Lichtinstallationen.

 

 

 

http://www.tutschku.com/efim/matthias-von-hintzenstern/?lang=de

 

Susanne Immer   Keller 4

...Das Werk Susanne Immers ist dynamisch, energetisch, kreisbewegt, lebensnah – ...

 

Ob als Zeichnung oder als Stahlplastik oder als Objekt – Bewegung ist angesagt. …Immer versteht als Zeichnerin. Selbst die Plastiken sind meist lineare Interventionen: Linie, Licht und Fläche im Raum. Wenn man so will, haben viele ihrer Plastiken und Skulpturen etwas von dreidimensionalen Zeichnungen. ...

 

Susanne Immer experimentiert mit den Möglichkeiten der Stoffe, die alle eine verschiedene Haptik haben: Papier, Metall, Kunststoff haben unterschiedliche Temperaturen, Energien, Volumen, Gewichte … .

 

Susanne Immer will, dass unsre Gedanken sich auf den Weg machen, auch in Regionen, die uns fremd sind. … Sie spielt immer wieder mit wahrnehmungspsychologischen Erkenntnissen. … Was hier (in der Kunst) rein formal gelöst ist, hat gesellschaftliche Relevanz. ...“

 

Zitate Dr. Günter Baumann, Kunsthistoriker

 

In Vorbereitung

 

  Kunst im Tuffsteinkeller        17. - 19. Juli 2020

 

Zeitferne

     BT 24 Münsingen              11. - 25.Oktober 2020